Auf einen Blick
- Pflichtenniveau
- Maximale Verkäuferpflicht
- Risikoubergang
- Bei Anlieferung am Bestimmungsort
- Verkäufer zahlt
- Alles inklusive Import und Zoll
- Käufer zahlt
- Nur Entladung (optional)
Was DDP für Verkäufer bedeutet
Unter DDP übernimmt der Verkäufer: alle Exportformalitäten im Ursprungsland, alle Transportkosten, Versicherung, Transitdokumente (z.B. TIR), Importverzollung im Bestimmungsland, Einfuhrzölle und Steuern (z.B. MwSt.), Transportrisiko bis zur Anlieferung. Das ist die umfangreichste Verpflichtung aller Incoterms und setzt umfassendes Wissen über die Zollvorschriften im Importland voraus.
Risiken und Nachteile von DDP
DDP klingt komfortabel für den Käufer, birgt aber Risiken für den Verkäufer: Unbekannte Zollvorschriften, unerwartete Einfuhrabgaben, Haftung für Zollverzögerungen. Viele Exporteure scheuen DDP, weil sie im Importland keine eigene Zollnummer besitzen und lokale Agenten beauftragen müssen. Das treibt Kosten und Risiken.
DDP im E-Commerce
Im internationalen E-Commerce (besonders aus China, USA) wird DDP häufig angeboten, um Kunden ein "alles inklusive"-Erlebnis zu bieten. Plattformen wie Amazon ermöglichen DDP-Lieferungen für Marktplätze. Verbraucher müssen keine Zollgebühren nachzahlen – was die Conversion deutlich steigert.