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Logistik-Glossar TIR

TIR-Verfahren: Vereinfachte Zollabwicklung für internationale LKW-Transporte

TIR (Transports Internationaux Routiers) ist ein internationales Zollverfahren, das grenzüberschreitende Straßengütertransporte durch Vereinfachung von Zollformalitäten erleichtert. Das TIR-Carnet dient als Zollbürgschaft und ermöglicht den Transit durch mehrere Länder ohne vollständige Kontrolle an jeder Grenze.

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Auf einen Blick

Vertragsstaaten
Über 75 Länder
Dokument
TIR-Carnet (Papier oder eTIR)
Bürgschaft
Nationaler TIR-Verband (DE: BGL)

Wie funktioniert das TIR-System?

Ein zugelassener Frachtführer erhält ein TIR-Carnet – ein Bürgschaftsdokument, das von nationalen TIR-Verbänden (in Deutschland: BGL) ausgestellt wird. Das Carnet deckt eine Transportstrecke durch mehrere Transitländer ab. An jeder Grenze wird das Carnet gestempelt, aber das Fahrzeug in der Regel nicht vollständig kontrolliert. Die Zollbürgschaft übernimmt der nationale TIR-Verband.

Für welche Länder ist TIR relevant?

Das TIR-Abkommen hat über 75 Vertragsstaaten, darunter alle EU-Mitglieder, die Türkei, Russland, Ukraine, zentralasiatische Länder und Nordafrika. Für reine EU-Binnentransporte ist TIR nicht nötig (gemeinsames Zollgebiet). TIR wird vor allem für Transporte in die Türkei, nach Russland/CIS, Nordafrika und den Nahen Osten genutzt.

eTIR: Digitalisierung des TIR-Verfahrens

Die UNECE entwickelt eTIR als elektronisches TIR-System. Statt Papier-Carnets werden digitale Garantien und Daten ausgetauscht. Pilotprojekte laufen in der Türkei, Iran und anderen Ländern. eTIR soll Zollabwicklung beschleunigen und Betrug reduzieren.

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