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Logistik-Glossar

Multimodaler Transport: Verkehrsträger klug kombinieren

Multimodaler Transport bezeichnet den Gütertransport mit mindestens zwei verschiedenen Verkehrsträgern (z.B. LKW + Bahn, LKW + Schiff) unter einem einzigen Transportvertrag. Er vereint die Stärken verschiedener Träger und ermöglicht CO₂-ärmere, oft kostengünstigere Transportketten.

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Auf einen Blick

CO₂-Ersparnis Bahn vs. LKW
Ca. 75–80 %
Bahn China–Europa
Ca. 18–22 Tage
Seeweg China–Europa
Ca. 25–35 Tage

Multimodal vs. Intermodal

Multimodaler Transport: Ein Vertrag deckt die gesamte Transportkette – der Multimodal Transport Operator (MTO) ist verantwortlich für alle Teilabschnitte. Intermodaler Transport: Die Güter wechseln den Verkehrsträger, ohne umgeladen zu werden – z.B. Container auf LKW → Bahn → Schiff. Intermodal ist technisch präziser, multimodal ist der übergeordnete Begriff.

Typische Kombinationen

LKW + Bahn (Rollende Landstraße, RoLa): LKW wird komplett auf den Zug verladen – Fahrer kann ruhen, keine Lenkzeitprobleme. LKW + Schiff (Short Sea Shipping): Küstennahe Seerouten ersetzen Straßentransport über Landgrenzen. Bahn + Seefracht: Standard für Asienimporte (China → Europa per Bahn ca. 18–22 Tage vs. 25–35 Tage Seeweg).

CO₂-Vorteile des multimodalen Transports

Bahn emittiert ca. 75–80 % weniger CO₂ pro Tonnenkilometer als LKW. Kurzstreckenseefahrt (Short Sea) emittiert 50–60 % weniger als LKW. Unternehmen mit Nachhaltigkeitszielen (Scope 3 Emissionen) profitieren erheblich vom Umstieg auf multimodale Transportketten – ohne Einbußen bei der Lieferzuverlässigkeit.

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